Autor: maria

  • Eintauchen in den Sommer

    Eintauchen in den Sommer

    Liebe Leserin, lieber Leser,

    der Sommer ist da. Wir haben miteinander einige Wochen verbracht. DANKE, dass du offen für meine Anregungen warst und dich auf den gemeinsamen Weg eingelassen hast. Ich verabschiede mich jetzt und wünsche dir das Beste für die kommende Zeit:

    • Bleibe achtsam, komme dir selbst näher und halte Abstand, wo nötig.
    • Stimme dich bewusst auf jene Qualität ein, die du dem Tag geben willst.
    • Staune über die kleinen Dinge des Lebens, in denen so viel Größe steckt.
    • Nimm´ dir Zeit zum Genießen.
    • Nutze die Lernchancen, die sich dir bieten.
    • Sei nachsichtig mit dir und wertschätzend mit anderen.
    • Tue dir Gutes.
    • Sei offen für Herzensbeziehungen.
    • Gib´ dem Humor eine Chance.
    • Pflege den Müßiggang.
    • Lasse dich von der Stille berühren.
    • Spüre die Verbindung mit allem Lebendigen.

    Herzlichst
    Dein Wochenfokus

    „Überall ist Wunderland, überall ist Leben.“
    (Joachim Ringelnatz)

    © Maria Eisner

  • Perfektionismus killt Lebendigkeit

    Perfektionismus killt Lebendigkeit

    Sehr viele Menschen kommen in meine Praxis mit der festen Überzeugung, dass sie nicht gut genug sind. Sie fühlen sich zu wenig perfekt, in welchen Bereichen auch immer. Hübsche junge Frauen empfinden sich als nicht schön genug, erfolgreiche Akademikerinnen schätzen ihre Kompetenzen niedrig ein, liebevolle Mütter zweifeln an ihren elterlichen Fähigkeiten. Gerade bei Menschen, die schon unglaublich viel in ihrem Leben geschafft, geleistet, bewirkt oder erlernt haben, berührt mich dies immer sehr.

    Doch ist Perfektionismus wirklich etwas, das es anzustreben gilt? Tut es uns nicht stattdessen gut, wenn wir eine kreative Atmosphäre der Lebendigkeit spüren? Haben wir die schönsten Erlebnisse nicht dann, wenn spontane Improvisation statt penibler Planung das Geschehen bestimmt? Ist es nicht das, was uns an anderen Kulturen so anzieht, dass nicht der Schein nach außen, sondern das ungezwungene Erleben im Vordergrund steht? Machen uns nicht gerade unsere Fehler liebenswert?

    Vielleicht kannst du in diese Woche dazu nutzen, deinen inneren Kritiker liebevoll in´s Eck zu stellen und fürsorglich-stärkend mit dir umzugehen. Schaue in den Spiegel und nähre dich mit Sätzen wie:

    • Ich bin gut genug, so wie ich bin.
    • Ich sage JA zu mir, mit allem, was mich ausmacht.
    • Ich bin absolut in Ordnung.
    • Ich bin wundervoll.
    • Ich darf Fehler machen.
    • Gut ist besser als perfekt.
    • Weniger ist mehr.

    Wirkliche Begegnung wird dort möglich, wo wir uns und die Anderen davon lossprechen, perfekt sein zu müssen.

    © Maria Eisner

  • Manchmal ein wenig ungezähmt sein

    Manchmal ein wenig ungezähmt sein

    Wir gehen durch die Zeit.
    Wir gehen durch den Tag.
    Wir beherrschen uns.
    Wir zeigen unser bestes Gesicht.
    Wir wollen nicht auffallen.
    Wir bemühen uns um Haltung.
    Wir strengen uns an.
    Wir lassen die Zügel nicht los
    und reden uns ein, alles im Griff zu haben,
    sogar uns selbst.
    Wir ermüden dabei und verlieren uns.
    Dringend nötig:
    Uns manchmal loszulassen,
    in Träume einzutauchen,
    oder unser Herz mit dem Gefühl von Freiheit zu nähren,
    der eigenen Ungezähmtheit Ausdruck zu verleihen,
    und die Verletzlichkeit, die in uns wohnt, zu bejahen.
    In den Spiegel zu schauen und zu wissen:
    „Ich bin mehr,
    ich bin so viel mehr,
    als das,
    was ich bis heute gelebt habe.“

    Das Leben hat unendlich viele Facetten, die sich in jeder und jedem von uns spiegeln.

    © Maria Eisner

  • Bewusstheit durch Reflexion

    Bewusstheit durch Reflexion

    Bewusstheit ist ein wesentlicher Schlüssel zu einem gelungenen Leben. Je bewusster ich mir über die mich beeinflussende Vergangenheit, die mich leitenden Emotionen, die daraus resultierenden
    Verhaltensmuster und über meine Wünsche und Erwartungen bin, desto selbstbestimmter kann ich mein Leben gestalten.

    Dann werde ich immer wieder die Erfahrung machen, dass alles, was mir begegnet, auch etwas mit mir, den von mir gemachten Erfahrungen, meiner inneren Haltung oder der darunter liegenden
    Stimmungslage zu tun hat. Wenn ich häufig Abwertung im Außen erfahre ist es wahrscheinlich, dass ich mich innerlich selbst nicht wertschätze. Wenn ich mich immer wieder verletze kann es sein, dass ich mich selbst unbewusst sabotiere. Wenn ich stets in unglücklichen Beziehungen lande, wird dies wahrscheinlich mit Beziehungs-Erfahrungen in meiner Kindheit zusammenhängen.

    Je mehr ich mir also über die mich unbewusst leitenden Kräfte klar werde, desto mehr kann ich zu der Person werden, als die ich im Grunde angelegt bin. Diese Bewusstwerdung geschieht durch
    Reflexion. Durch das In-den-Spiegel-Schauen und ehrlich zu mir sein. Manchmal kann mich dabei professionelle Hilfe unterstützen. Denn es braucht Mut, mich selbst erkennen zu wollen. Es braucht Vertrauen, in die Tiefen der eigenen Seele einzutauchen. Und es kann erschütternd sein, mit den persönlichen Schatten konfrontiert zu werden. Doch noch viel mehr ist es befreiend, mit dem Licht in mir in Kontakt zu kommen und es im Innen wie im Außen zu leben – uneingeschränkt zu leben.

    „Wollen Sie wirklich wissen, was Sie bereits ahnen?“
    (Uwe Böschemeyer)

    © Maria Eisner

  • Selbst- und Fremdverschmutzung

    Selbst- und Fremdverschmutzung

    Unser innerer Dialog und unsere Gespräche mit anderen können wie Energiespender wirken oder zur „Selbst- und Fremdverschmutzung“ beitragen. Um für unser Kommunikationsverhalten mehr Bewusstheit zu entwickeln, können folgende Fragen hilfreich sein:

    • Sprichst du stärkend mit dir selbst?
    • Wie häufig redest du dir selbst innerlich gut zu und ermutigst bzw. lobst dich?
    • Welche Kraft spendenden Worte verwendest du häufig?
    • Wie oft drückst du deine Anerkennung anderen gegenüber aus?
    • Kannst du anderen leicht zuhören, ohne sie zu unterbrechen?
    • Versuchst du, die Welt deines Gesprächspartners wirklich-wirklich zu verstehen?
    • Bemerkst du, wenn du in Monologe verfällst und dein Gegenüber langweilst?
    • Sagst du das Wesentliche oder verlierst du dich in belanglose Details?
    • Bist du in der Lage, zu schweigen, wenn du nichts Konstruktives einzubringen hast?
    • Sprichst du über das, was dich wirklich betrifft?
    • Sprichst du über eigene Empfindungen und Erlebnisse oder „tratschst“ du bevorzugt über andere Menschen?
    • Ermutigst und inspirierst du dich und dein Gegenüber mit dem Gesagten?
    • Verbreitest du stärkende Geschichten?
    • Bist du in der Lage, interessierte Fragen zu stellen?
    • Gelingt es dir, Stille zuzulassen, um miteinander neue Räume zu öffnen?

    Jedes Wort hat Gewicht. Jedes Wort wirkt. Und ebenso der Raum zwischen den Worten.

    © Maria Eisner

  • Innehalten

    Innehalten

    Sind wir gerade dabei, dass wir mit unseren Gewohnheiten wieder in alte Muster zurückfallen? Die Autos auf den Straßen werden mehr und fahren schneller. Das Tempo bei alltäglichen Aktivitäten beschleunigt sich. Die Ungeduld im Umgang miteinander wächst. Langsam – kaum merklich – nimmt unsere Achtsamkeit im Tun und Sein und auch im Kontakt miteinander wieder ab.

    Gerade jetzt ist es wichtig, dass wir uns immer wieder im Innehalten üben. Uns zentrieren. Durchatmen. Das Tempo reduzieren und uns eine kleine Pause gönnen. Um wieder bei uns anzukommen und den nächsten Schritt bewusst und nicht automatisiert zu setzen. Durch das Innehalten üben wir Präsenz im Hier und Jetzt. Wir wählen klar unseren Fokus und beeinflussen unsere Stimmung und Ausrichtung. Und wir erleben dadurch Selbstbestimmtheit.

    • Beginne jeden neuen Tag mit der Entscheidung, WIE du durch den Tag gehen willst.
    • Lehne dich während des Tages immer wieder innerlich zurück. Atme genussvoll durch.
    • Verlängere und vertiefe deine Atemzüge wenn dir etwas zu viel wird.
    • Reduziere dein Tempo. Besonders dann, wenn du dich selbst innerlich antreibst.
    • Wenn du Anderen begegnest – gestalte diesen Kontakt möglichst bewusst und präsent.
    • Übe Achtsamkeit bei deinen Mahlzeiten – nimm´ dir Zeit dafür.
    • Bleibe aufmerksam gegenüber den Signalen deines Körpers.
    • Setze Grenzen, wenn dir etwas zu viel wird.
    • Frage dich am Ende des Tages, WAS dir gut gelungen ist und WOFÜR du heute dankbar bist.

    „Nur im Innehalten können wir Inhalt erhalten.“
    (Rüdiger Dahlke)

    © Maria Eisner

  • Sei gütig mit dir selbst

    Sei gütig mit dir selbst

    In einem aktuellen Interview, das Laura Malina Seiler mit der Autorin Elizabeth Gilbert führt, befragt sie diese nach den wichtigsten Erkenntnissen ihres bisherigen Lebens. Die Autorin
    des Bestsellers „Eat, Pray, Love“ berichtet, dass sie in jungen Jahren häufig viel zu lange in schmerzhaften Beziehungen und Situationen ausharrte. Dies tat sie, um andere nicht zu
    verletzen. Dass sie sich selbst dabei verletzte, vergaß sie allerdings allzu oft.

    Im Folgenden gibt Elizabeth Gilbert einige ermutigende Empfehlungen weiter:

    • Schmerz ist ein guter Indikator. Verharre nicht in Situationen, die schmerzhaft sind.
    • Frage dich im Kontakt mit Menschen, Orten und Gegebenheiten: „Fühle ich mich hier
    warm, sicher und geliebt?“ Navigiere dich mit dieser Frage durch dein Leben.
    • Erlaube dir, dass du glücklich sein darfst.
    • Frage dich: „Was brauche ich jetzt, damit es mir gut geht?“
    • Lasse Situationen, Menschen und Orte hinter dir, die dich schwächen.
    • Befreie dich von Perfektionismus.
    • Sei voller Mitgefühl mir dir und vergib´ dir selbst.
    • Nimm´ deine Seele in deine eigenen Hände und sorge gut für sie.

    „Dies über alles: Sei dir selber treu.“
    (Shakespeare)

    © Maria Eisner

  • Stark wie ein Baum

    Stark wie ein Baum

    Eine Möglichkeit, mehr über sich selbst zu erfahren ist jene, Zugang zum eigenen Lebensbaum zu bekommen.
    Dazu kann man in einem entspannten Zustand und mit geschlossenen Augen jenen Baum vor dem inneren Auge auftauchen lassen, der sich spontan zeigt. Und dann kann dieser Baum genauer unter die Lupe genommen werden:

    Wie schaut die Umgebung aus, in der dieser Baum steht? Ist dieser Baum gut verwurzelt? Wie wirkt sein Stamm? Ist dieser unversehrt oder zeigen sich z. B. abgeschnittene Äste oder andere Verletzungen? Wie viel Platz nimmt sich dieser Baum? Wie ausladend ist seine Krone? Bekommt er genügend Nahrung und wirkt er stark und gesund oder braucht er etwas? Mit wem ist dieser Baum in Kontakt? Hat er Verbindung zu anderen Bäumen in der Nähe bzw. gibt er Tieren eine Heimat oder steht er ganz allein? All dies kann Aufschluss über die eigene Befindlichkeit geben bzw. auch über das Bild, das wir selbst von uns haben.

    Eine andere Möglichkeit ist jene, sich durch das Bild eines starken Baumes meditativ stärken zu lassen:

    • Stelle dich aufrecht hin und schließe die Augen.
    • Vertiefe deine Atmung und atme einige Male durch die Nase ein und durch den Mund aus. Lass´ die Pause nach dem Ausatmen zu.
    • Lass´ Müdigkeit, Anspannung und Unruhe mit dem Ausatmen gehen.
    • Atme Frische, Kraft und Gesundheit mit dem Einatmen ein.
    • Und dann stelle dir vor, dass du ein Baum bist. Lasse deine Wurzeln tief in Erde reichen, spüre deinen starken Stamm und breite deine Arme aus. Lasse einen leichten Wind durch deine Blätter wehen, dich von einem angenehmen Regen erfrischen und durch die Strahlen der Sonne wachsen. Nimm´ dir die Nahrung, die du brauchst. Breite dich aus. Spüre deine Stärke, deine Kraft, deine Energie.
    • Gehe mit dieser Kraft in den Tag. Sei standhaft und gleichzeitig flexibel. Sei klar. Stehe zu dir. Und wachse.

    Je mehr wir unserer inneren Kraft vertrauen, desto stärker werden wir.
    © Maria Eisner

  • Herzensbeziehungen pflegen

    Herzensbeziehungen pflegen

    Das Miteinander, in dem wir leben, prägt uns viel mehr als wir ahnen. Die Menschen rund um uns herum üben eine starke Wirkung auf uns aus. Sie stärken oder schwächen uns. Auch wir selbst sind wie ein Leuchtturm, der sein eigenes Licht schweifen lässt. Wir leuchten entweder hell und strahlend oder flackern nur mit einem fahlen Schein.

    Laut Veit Lindau agieren wir in der Aufrechterhaltung von Beziehungen oft zu vernünftig. Der Coach und Speaker sieht dafür folgende Gründe:

    • Wir setzen den Maßstab in bestehenden Beziehungen zu niedrig an. Wir könnten gemeinsam mit der betreffenden Person eine vielleicht wesentlich inspirierendere Beziehung führen, wenn wir thematisieren würden, was wir uns wünschen und gemeinsam etwas Neues kreieren.
    • Wir haben verlernt, offen und unvoreingenommen auf Andere zuzugehen, die uns interessieren. Dahinter steht die Angst vor Zurückweisung bzw. Bequemlichkeit.
    • Wir investieren zu viel Zeit und Kraft in Beziehungen, die uns schwächen und uns Energie rauben. Dies hat häufig mit falsch verstandener Verantwortlichkeit zu tun.

    Unser Leben ist begrenzt. Wir wissen nicht, welche Zeitspanne uns tatsächlich zur Verfügung steht. Beziehungen sind elementar für unser Glück und unseren Erfolg. Es lohnt sich, sie zu überdenken, um mehr Zeit und Energie für qualitative Beziehungen und Herzensbeziehungen zu haben. Denn diese sind es schließlich, die uns in schwierigen Zeiten tragen.

    • Welche Beziehungen sind für dich wunderbar, so wie sie sind?
    • In welchen Beziehungen willst du dich mehr engagieren, weil sie dich stärken?
    • Aus welchen Beziehungen willst du dich mehr zurückziehen, weil sie dich schwächen?

    „Der Mensch wird am Du zum Ich.“
    (Martin Buber)

    © Maria Eisner

  • Das innere Kind in den Arm nehmen

    Das innere Kind in den Arm nehmen

    In der psychotherapeutischen Arbeit stellt die Wiederentdeckung des inneren Kindes ein zentrales Element dar. Dieser Teil unseres „inneren Teams“ begleitet uns das ganze Leben lang und bestimmt unbewusst die Dynamik in unseren Beziehungen. Hier sind einerseits jene Erfahrungen verankert, wo wir mit Einschränkungen, Verletzungen, beengenden Glaubenssätzen oder unerfüllten Bedürfnissen in unserer Kindheit konfrontiert waren.

    Doch es gibt auch die andere Seite: Unser lebendiges Kind. Dieser kostbare, vitale Anteil in uns ist der Speicher unserer Träume und Sehnsüchte, gespickt mit Lebendigkeit und Phantasie. Es lädt uns ein zu Ungezähmtheit, spielerischer Neugierde, Kreativität und Unbeschwertheit. Er folgt dem Herzen und nicht dem Kopf.

    Vielleicht magst du diese Woche dafür nutzen, diesem Teil in dir mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Welchen Stellenwert hat dein inneres Kind in deinem Leben? Welche Bedürfnisse hat es? Wozu lädt es dich ein? Welche Empfehlung würde es dir in unterschiedlichen Situationen geben? Ob du bereit für ein Experiment bist: Nimm´ dein inneres Kind gedanklich an der Hand oder in den Arm und lasse dich von ihm durch diese Woche führen – und sei überrascht, welche Auswirkung dies hat.

    „Es ist nie zu spät, eine glückliche Kindheit zu haben.“
    (Ben Furman)

    © Maria Eisner