Können Führungskräfte Burnout verhindern?

Führungskräfte sind gefordert. Heute mehr denn je. Denn Führung, so wie sie noch vor 10 Jahren funktionierte, ist ein Auslaufmodell. Führung darf anders gelebt werden. Zum Beispiel indem Arbeitsgemeinschaften initiiert werden, die attraktiv sind: Talente-Schmieden, Kooperationsgemeinschaften, Räume für Kreativität. Teams, die eine ausgewogene Work-Life-Balance erlauben.

Führung NEU bedeutet auch, dass die Führungs-KRAFT einen guten Zugang zu ihren eigenen Potenzialen hat, dass sie selbstbewusst, doch nicht Ego-zentriert ist und den Erfolg des Teams stärker in den Mittelpunkt rückt als die persönliche Performance. Führungskräfte der Zukunft sollten sich als Teil eines lernenden Systems begreifen, inmitten dessen sie selbst immer am Ball bleiben. Sie sollten Mitarbeiter/innen fördern und fordern, sodass diese sogar besser werden dürfen als sie selbst.

Fairness und Respekt, diese beiden wichtigen Werte sind es, die Burnout in Unternehmen nachweislich verhindern, auch wenn die Arbeitsbelastung hoch ist. Und darüber hinaus der Umgang mit Lob und Kritik – ehrlich, offen, sachlich und wertschätzend. Um all dies zu gewährleisten braucht es reife Persönlichkeiten. Diese Reife hat nicht immer mit einem höheren Alter zu tun. Sie geht in erster Linie mit der Fähigkeit und Bereitschaft zur Selbstreflexion einher. Vera F. Birkenbihl, die bekannte Management-Trainerin, nannte drei Sätze, die Führungskräfte in ihrem Wortschatz brauchen:

„Bitte hilf mir.“

„Ich weiß das nicht.“

„Ich habe einen Fehler gemacht.“

Mensch zu bleiben und trotzdem natürliche Autorität zu vermitteln, das macht Führungs-Kunst aus. Die Voraussetzung dafür sind Führungskräfte, die sich ihres eigenen Wertes bewusst sind, sich aber auch mit einer gewissen Demut als Diener sehen. Führungskräfte, die ihre Vorbild-Funktion verantwortungsvoll und mit Charisma erfüllen.