Definitionen und Symptome des Burnout-Syndroms

Ursprünglich stellt Burnout einen technischen Terminus dar (engl.: to burn out), z.B. bezogen auf das Aus- bzw. Abbrennen von Brennstoffelementen bei Überhitzung oder das Ausgehen eines Feuers. Auf Menschen bezogen bedeutet es (engl.: feel burned out) sich erschöpft zu fühlen bzw. (engl.: burn oneself out) sich kaputt zu machen, sich völlig zu verausgaben. Metaphorisch bezeichnet der Begriff Burnout ‚ausgebrannte’ Menschen, deren inneres Feuer im Laufe der Zeit, auf Grund von zu wenig ́Brennstoffzufuhr` erloschen ist.

Maslach & Jackson definieren Burnout, „als ein Syndrom emotionaler Erschöpfung, Depersonalisierung und reduzierter persönlicher Leistungsfähigkeit, das bei Individuen, die in irgendeiner Weise mit Menschen arbeiten, auftreten kann“ (Maslach & Jackson, 1984; zit. nach Enzmann & Kleiber, 1989). 
Die AutorInnen sehen Burnout verursacht durch streßhafte Interaktionen und unterscheiden in ihrem Erklärungskonzept 3 Dimensionen des Burnout. „Emotionale Erschöpfung bezieht sich auf Gefühle, durch den Kontakt mit anderen Menschen emotional überanstrengt und ausgelaugt zu sein. Depersonalisierung bezieht sich auf eine gefühllose und abgestumpfte Reaktion auf andere Menschen. Reduzierte persönliche Leistungsfähigkeit bezieht sich auf eine Abnahme des Gefühls an Kompetenz und erfolgreicher Ausführung in der Arbeit.“

Freudenberger (1994) betrachtet Burnout als einen Zustand der Erschöpfung und Frustration, verursacht durch unrealistische Erwartungen. Er definiert Burnout als „ein Energieverschleiß, eine Erschöpfung aufgrund von Überforderungen, die von innen oder von außen – durch Familie, Arbeit, Freunde, Liebhaber, Wertesysteme oder die Gesellschaft – kommen kann und einer Person Energie, Bewältigungsmechanismen und innere Kraft raubt. Burnout ist ein Gefühlszustand, der begleitet ist von übermäßigem Streß, und der schließlich persönliche Motivationen, Einstellungen und Verhalten beeinträchtigt.“

Burisch (1994) beschreibt Burnout als einen Zustand ́innerer Erschöpfung`, welcher in jedem Beruf auftreten kann. Er versucht die verschiedenen Ansätze auf einer allgemeinen Ebene zu integrieren und sieht
„Burnout in Gang gesetzt durch Autonomieeinbußen in gestörten Auseinandersetzungen des Individuums mit seiner Umwelt, genauer: durch die innere Repräsentation solcher Interaktionen und das Scheitern bei ihrer Bewältigung.“

Symptome eines Burnout-Syndroms

Unger und Kleinschmidt (2008) beschreiben in ihrer Erschöpfungsspirale folgende Symptome:

  • Schmerzen aller Art
  • Schlafstörungen
  • Gedankenenge
  • Reizbarkeit
  • Konzentrationsprobleme
  • Mehrarbeit
  • Schuldgefühle
  • Sozialer Rückzug
  • Motivations- und Interessenverlust
  • Grübeln
  • Stimmungsschwankungen, Apathie, innere Unruhe
  • Depressive Störung

 

Wesentlich ist, zu einem möglichst frühen Zeitpunkt die Symptome wahr und ernst zu nehmen, sodass sie sich nicht chronifizieren können und in die Abwärtsspirale führen. Es macht Sinn, für eine Abklärung professionelle Hilfe in Form von Coaching oder Psychotherapie in Anspruch zu nehmen.