Bewusste Wortwahl – eine von vielen Möglichkeiten, um Stress zu reduzieren

Sprache ist machtvoll. Ein Wort kann Türen öffnen oder Herzen verschließen. Worte lösen Gefühle aus und diese Gefühle nehmen wir oft körperlich wahr. Wenn wir Worte bewusst auf uns wirken lassen, können wir das deutlich spüren. Es macht einen Unterschied, ob wir aufbauende Worte wählen oder Worte, die klein machen und Engegefühle auslösen. Und es sind nicht nur die Gespräche mit dem Gegenüber, die hier gemeint sind.

Wesentlich sind auch jene Geschichten, die wir uns selbst in Form unserer inneren Dialoge immer wieder erzählen. Sind es Sätze wie
„Hätte ich doch nur…“
„Warum immer ich?“
„Das habe ich falsch gemacht.“

Oder stärken wir uns mit aufbauenden Aussagen wie zum Beispiel
„Ich habe mein Bestes getan.“
„Das ist mir gut gelungen.“
„Das schaffe ich.“

Worte wollen mit Bedacht gewählt werden. Zu wenig ist uns bewusst, dass jedes Wort Bedeutung hat. Deshalb ist es lohnend, sich zu fragen:

Ist das, was ich sage, aufbauend?
Lege ich mein Augenmerk auf das Positive oder auf das Negative?
Spreche ich, weil ich wirklich etwas zu sagen habe oder nur, um Leere zu füllen?
Welche Geschichten erzähle ich mir selbst immer wieder und tun mir diese gut?

Denn schließlich weben mit unseren Worten einen unsichtbaren Teppich, der auch für unser psychisches Wohlbefinden von großer Bedeutung ist. Dieses wiederum wirkt sich stark auf unsere körperliche Gesundheit aus, wie wir aus der Psychosomatik wissen.